Man sieht es nicht, hört es nicht, riecht es nicht …

9 Apr von Gunter Neubauer

Man sieht es nicht, hört es nicht, riecht es nicht …

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

draußen blüht der Frühling, man möchte in die Sonne, Ostern naht und man würde gerne den Besuch bei den Verwandten vorbereiten oder einfach nur seiner geregelten Arbeit nachgehen. All das wird uns momentan verwehrt und die meisten von uns fühlen sich wie im falschen Film. Das Coronavirus beeinträchtigt unser Leben massiv. Wir sollen keine Kontakte haben, Abstand halten, am besten ganz zu Hause bleiben. Das ist einschneidend und bedrückend!

Immerhin – so hat man den Eindruck in Hirschau – bei aller Distanz funktioniert die Gemeinschaft in unserem Ort: Einkaufshilfen werden angeboten, wir kaufen in der Hummelwiese, bei den Bäckern, im Lila Laden, beim Metzger, im Kebaphaus und der Apotheke ein oder lassen uns beliefern. Selbst unsere Fahrräder lassen wir weiter reparieren und unser Essen holen wir immer mal wieder beim Löwen oder in der Sportlerstube. So schnell lassen wir unsere Betriebe nicht im Stich! Das ist ein gutes Gefühl, dass man sich aufeinander verlassen kann und wir bedanken uns ausdrücklich für den hervorragenden Service unserer Unternehmen.

Großen Respekt können wir vor unseren Jugendlichen haben. Nicht nur dass sie sich engagieren, z. B. bei der Versorgung und Betreuung von Hilfsbedürftigen. Sie müssen momentan auf sehr viel verzichten: auf ihre Klassengemeinschaft, auf ihren Unterricht, auf ihre Freunde. Jetzt wäre doch die ideale Zeit sich zu treffen, zu feiern und es sich gut gehen zu lassen. Junge Menschen könnten sich leicht sagen: Corona interessiert mich nicht, das ist nur ein Schnupfen. Aber vielleicht haben auch sie mittlerweile erkannt, dass es gar nicht so sehr um sie geht, sondern um ihre Oma und ihren Opa, für die diese Krankheit sogar tödlich sein könnte. Man kann sich wünschen, dass diese Einsicht sich bei allen durchsetzt und dass zum Beispiel die Partys am Baggersee für die nächste Zeit ausbleiben.

Liebe Hirschauerinnen und Hirschauer, auch wenn die Ortschaftsratssitzungen ausfallen, die Ortschaftsrätinnen und -räte sind in einem guten Kontakt untereinander und sind nicht untätig. Da wo wir Probleme sehen, versuchen wir sie zu lösen. Wir sind sogar sicher in der Lage, wenn es notwendig wird, per Video-Konferenz zu tagen.

Wenn Sie Hilfe benötigen, ist unser Rathaus eine gute Anlaufstelle. Und Sie kennen die Personen im Ortschaftsrat, telefonieren Sie mit ihnen oder schreiben eine E-Mail. Sie können sich auf uns verlassen!

Es gilt auch für die kommenden Tage – vor allem die Osterfeiertage: Wir haben mit Abstand den besten Zusammenhalt!

Aus dem Ortschaftsrat

Markus Beschorner, Gernot Ehrmann, Miriam Fecker, Barbara Göger, Ralf Hartmann, Monika Hummel, Ralf Müller, Norbert Schnitzler, Uli Sichau

Erschienen im Mitteilungsblatt des Stadtteils Hirschau Nr. 14/2020 vom 9. April 2020

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